Streichschlichtung im Schulalltag - Schulpastoral konkret!

Die aktuellen Streitschlichter

Die Mitarbeit an einer menschenfreundlichen, gerechten und friedlichen Welt bzw. Schule ist Grundmotivation. Im Raum der Schule bewegt diese Motivation Lehrer dazu, das Mit-einander von Schülern, Lehrern und Eltern durch Angebote der Schulpastoral mitzugestalten. Eine spezielle Richtung ist die Ausbildung und Betreuung von „Streitschlichtern“ oder „Mediatoren“.

Die Ausbildung diesjährigen der Streitschlichter begann am Anfang des neuen Schuljahres. Mit großem Interesse und Ausdauer lernten die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit jeweils am Donnerstag von 14.00 – 15.30 Uhr die Inhalte der Ausbildung, wie z.B. die Ursachen eines Streits, welche Rolle Gefühle dabei spielen, wichtige Kommunikationsregeln, Aktives Zuhören, Ich-Botschaften zu senden, wie Lösungsmöglichkeiten aussehen können und vieles mehr. Dies wurde immer wieder in Rollenspielen trainiert und in Hausaufgaben vertieft. Nach 18 Unterrichtsstunden mussten sie in einer Prüfung ihr Wissen beweisen.

Hanna Wiesner, Emma Paschedag, David Berger, Phillipp Burger, Alanna Steger, Luca Stadlbauer, René Radwer, Paula Sperer, Frank Krämer, Sebastian Grillmeier, Sebastian Herzog, Schedl Simon und Laura Borovickova haben die anspruchsvolle Ausbildung zur Streit-schlichterin/zum Streitschlichter für das Schuljahr 2018/2019 mit Erfolg bestanden.

Unsere Streitschlichter gehen gut vorbereitet in die Umsetzungsphase in den Schulalltag. Nach der Ausbildung haben immer zwei Streitschlichter gemeinsam in einer großen Pause Dienst. Damit alle Schüler wissen, welcher Streitschlichter ansprechbar ist, hängt in der Aula ein Plan aus.

Sie helfen bei ihrem „Hofdienst“ anderen Kindern bei kleineren Schwierigkeiten, greifen bei Unstimmigkeiten ein, beobachten und unterstützen die aufsichtführenden Lehrkräfte. Dies kann deshalb so gut gelingen, weil die Streitschlichterinnen und Streitschlichter sich in Konfliktsituationen Gleichaltriger leichter als Erwachsene einfühlen können. Gerade im Verlauf der Ausbildung hat sich gezeigt, dass auch Grundschulkinder durchaus in der Lage sind, die Aufgabe einer Schlichtung zu übernehmen.

Ziel der Aktion ist es, das friedliche Miteinander auf dem Pausenhof zu fördern und es erst gar nicht zu einem intensiven Konfliktgespräch, dem sogenannten „Zimmerdienst“ im Streitschlichterzimmer kommen zu lassen.

Die Streitschlichter agieren nicht als Polizeiersatz, sie laufen nicht als Kontrollinstanz über den Schulhof. Sie bieten sich all jenen an, die Hilfe bei Lösung eines Konflikts haben wollen. Hierfür wurden sie in mehreren Schulungen vorbereitet. Ihr theoretisches Wissen in Gesprächsführung haben sie in Teams erprobt, denn ihre Aufgabe lässt sich am besten mit der eines Moderators beschreiben. Sie versuchen die Streitenden bei einer eigenen Lösungsfindung zu begleiten und zu unterstützen. Bei ihrer Aufgabe werden sie nicht alleine gelassen. Das Lehrerkollegium und die Ausbilderin Sabine Schiml stehen hinter ihnen, unterstützen sie in ihrem Tun und reflektieren mit ihnen in regelmäßigen Abständen die Erfahrungen.

Als „Dienstkleidung“ tragen die Streitschlichter grüne Leuchtwesten mit dem Aufdruck „Streitschlichter“.

Parallel dazu werden Schüler/innen der 3. Jahrgangsstufe neu ausgebildet, die bereits in diesem Schuljahr die „Erfahrenen“ begleiten und im nächsten Schuljahr ihre Arbeit beginnen werden.

Die Ausbildung beginnt am Donnerstag, 28. März 2019 in der Zeit von 14.00 – 15.30 Uhr.

Was zeichnet die Streitschlichter aus? Streitschlichter sind:

  • neutral
  • verschwiegen
  • mischen sich nicht ungefragt ein
  • Vertrauenspersonen
  • gute Zuhörer

sie lernen:

  • aktives Zuhören
  • Formulieren von Ich-Botschaften
  • Moderieren von Gesprächen
  • Techniken zum Aufzeigen von Lösungen bzw. Kompromissen

Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern, die als Streitschlichter an der Schule mitwirken und so zu einem besseren Schulklima beitragen. Außerdem bedanken wir uns bei den Eltern der Streitschlichter und beim Elternbeirat unserer Schule. Sie haben das Projekt tatkräftig unterstützt.